Streetfotografie - Wie geht das?

May 21, 2017

Nimm die Überschrift nicht allzu Ernst! In diesem Blog Artikel schenke ich dir viel Mehrwert, gebe Tips und Tricks rund um die Streetfotografie und helfe dir hoffentlich dabei,

ein besseres Auge für die entscheidenen Augenblicke zu bekommen. "Der ausführliche Streetphotography Guide für dich, jetzt for Free!"

 

Wichtiges, bevor du weiterliest.

Wie immer weise ich darauf hin, dass ich nicht der Fotografie Prophet bin und mich über nichts und niemand stelle. Die hier geschriebenen Tips, sind Produkte meiner gesammelten Erfahrungen. Da jeder Mensch eigene Emotionen und Gefühle mit den dazugehörigen Erfahrungen verbindet, muss nichts von meinen geschriebenen Worten richtig oder falsch sein. Macht das Sinn? Wenn nicht ist es auch nicht schlimm, es geht ja nur um Streetfotografie....und eine Sache noch: Ich schimpfe viel, bin ironisch und nehme mich nicht zu Ernst. Wenn du das ok findest, dann bist du herzlich Willkommen weiter zu lesen. ;-)

 

1. Der Anfang von allem - Die Kamera

Warum ist die Kamera der erste und wichtigste Punkt? 

Nicht weil es wichtig ist, mit welcher Kamera ihr Streetfotografie macht. Es ist eher wichtig überhaupt eine Kamera zu haben, um ein Bild analog oder digital festhalten zu können. Bis heute werde ich von keiner Marke gesponsert und habe mit niemandem einen Vertrag.

Somit erwähne ich auch keine Marken, sondern gehe lieber darauf ein, was für das Genre Streetfotografie wichtig oder von Vorteil ist.

 

Beispielbild einer Fotokamera

Was brauche ich? Systemkamera, DSLR oder doch ne Tasse Kaffee?

In den letzten 5-6 Jahren habe ich vieles ausprobiert. Systemkameras und große DSLR bis hin zum schmuddeligen Handy. Festbrennweiten und Zoom Objektive, mal mit Blitz mal ohne. Was soll ich sagen. Mit ALLEN Kameras und Objektiven habe ich was anständiges hinbekommen und mit ALLEN Kameras habe ich auch schlechte Bilder geschossen. Ich selbst schließe daraus, dass es zum großen Teil am Fotografen, also an DIR und MIR liegt, ob gute Bilder entstehen oder nicht. 

 

Bevor die Möchtegern Technikfreaks und Hobbyknipser einen epileptischen Anfall bekommen: 

JA auch die Kamera und die Technik ist wichtig! DENNOCH: 

Ich habe schon "Fotografen" mit den teuersten und neusten Geräten gesehen, die einfach nichts auf die Reihe bekommen haben. Im Vergleich dazu kannst du es auch mit dem Handy zu tollen Ergebnissen bringen. Hier zeige ich dir 2 Bildbeispiele, die ich mit dem Handy geschossen habe. Beide Bilder haben es in die World Street Photography Galerie geschafft und sind zudem für das Buch WSP 4 und 5 nominiert. Klingt abgehoben, entspricht dennoch der Realität, die ich nicht änder kann und will. ;-)

 

 

 

Weniger am Anfang investieren, dafür später in das richtige.

 

Ich will damit sagen, dass es gerade am Anfang nicht wichtig ist, viel Geld für Geräte auszugeben, von denen du einfach noch nicht viel weist. Warum nicht einfach mit dem Smartphone rausgehen und mal ein paar Dinge ausprobieren. Vorteil: Fast jeder hat so ein Ding und DU gehörst wahrscheinlich auch dazu. Somit hast du null zusätzliche Kosten. Der Nachteil liegt natürlich in der Bildqualität. Manche Handys lassen sich zwar inzwischen auch manuell steuern, doch ganz im Ernst, wer hat Zeit und Lust dazu. Ein Handy will immer eine Sache ganz besonders. So viel Licht wie möglich ins Bild bringen. Somit pulvert das Gerät selbst in guten Lichtsituationen mal ein ISO 2000 oder höher raus! Herzlichen Glückwunsch, es schneit! Aber so wie in den Alpen und nicht wie in Köln. Wenn du dich ein paar Monate "eingeschossen" hast, kannst du immer noch den nächsten Schritt machen. Und dieser Schritt könnte so aussehen:

 

"Festbrennweite auf Systemkamera"

In der Vergangenheit habe ich an vielen Punkten bemerkt, wie viele Vorteile Festbrennweiten gegenüber Zoomobjektiven haben. Zwei der größten Vorteile möchte ich dir näher beschreiben. Bei einer festen Brennweite bist du dazu gezwungen, dich mehr und mehr zu bewegen und im Optimalfall auch näher an dein Objekt heranzugehen. Böse Zungen würden genau jetzt behaupten, dass dies ein Nachteil ist. Doch wenn es um etwas in der Streetfotografie geht, dann wohl um die Nähe, die in einem Bild zu spüren und zu sehen ist.

 

Beispiel mit einer Festbrennweite bei 35mm

 Beispiel mit einem Zoom Objektiv bei 100mm

 

Ein weitere Vorteil von Festbrennweiten ist zudem die Bildqualität. Ich benutze heute keine Zoom Objektive mehr, da ich von der Abbildungsqualität nicht mehr überzeugt bin. Je nach Genre ist es natürlich nicht möglich komplett auf Zoomobjektive zu verzichten. Darüber hinaus sind Festbrennweiten oftmals teurer, um hier auch einmal einen Nachteil zu nennen.

 

Warum aber ausgerechnet eine Systemkamera und nicht eine klobige DSLR? :-)

Du hörst es wohl schon raus. Für mich sind DSLR Kameras auf die Dauer zu groß, zu schwer und macht uns als Streetfotografen noch mehr "sichtbar". Zudem ist der Fokus meistens nicht so schnell, so dass du wichtige Augenblicke verpassen könntest. Selbstverständlich kannst du jedoch genauso gut mit einer schweren und großen Kamera gute Aufnahmen machen. Ein Außenstehender verbindet eine DSLR Kamera meistens  mit Profifotografen und dadurch machst du macht dich eventuell "angreifbarer".

 

2. Erste Schritte zum Erfolg - raus auf die Straße

 

Du hast nun deine Kamera, welche auch immer es ist. Wahrscheinlich fühlst du dich gehemmt und bist dir unsicher mit dem, was du vor hast. Menschen fotografieren? Was ist, wenn sie mich als Fotografen "entlarven"? Was tue ich, wenn mich jemand anspricht und was soll ich überhaupt fotografieren? Darf ich überhaupt Menschen fotografieren oder sollte ich lieber doch bei Blümchenfotografie bleiben? :-)

 

Ich möchte dir dabei helfen eine Lösung für diese "Probleme" zu finden. Selbstverständlich nur, wenn du willst und überhaupt diese Schwierigkeiten hast. Vielleicht bist du ja schon der Superman oder Son Goku der Streetfotografie, der ohne Scharm und Ehrfurcht geboren ist. :-)

 

Diese inneren Hürden sind völlig normal und menschlich. Man nennt es auch Angst und genau diese schütz uns instinktiv vor Schwierigkeiten. Somit solltest du einfach folgendes tun.

 

"Gehe raus auf die Straße und fang an etwas zu fotografieren, auch wenn es keine Menschen sind."

 

Oftmals hilft es dabei in den "Flow" zu kommen, wenn du anfängst deine Umgebung zu fotografieren. Das können schöne Häuser sein, der Kaffeebecher auf dem Boden oder die streunende Katze. Wenn du die ersten kleinen Erfolgserlebnisse gesammelt hast, fällt es dir deutlich einfacher "näheres" auszuprobieren.

 

Beispiele, Streetfotografie "ohne Menschen"

"Es muss nicht immer ins Gesicht sein!"

 

Bist du nun schon in deinem Element und hast die ersten Ängste zur Seite geworfen, dann kannst du zum nächsten Schritt übergehen. Menschen fotografieren! 

Keine Sorge, es gibt viele Möglichkeiten, wie du dich langsam in unbekanntes Gebiet begeben kannst. Einige Tips werde ich dir jetzt verraten.

 

3. Die VON HINTEN Methode

Der liebe Gott hat vieles falsch mit uns Menschen gemacht, doch eine Sache ist ziemlich gut (zumindest für uns Streetfotografen). Wir haben keine Augen am Hinterkopf! Somit ist es nur empfehlenswert die ersten "Zielobjekte" von hinten zu fotografieren. Auch wenn viele Bilder wahrscheinlich erstmal nichts werden. Du wirst dir sicherer, wenn es um die Nähe zu deinem Objekt geht. Ich habe auf diese Weise zu Beginn einige nette Bilder geschossen.

 

(Gleiches gilt auch für Fotos, die du von Oben oder von der Seite machst)

 

Beispiele, Streetfotografie "von hinten fotografieren"