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  • Christopher Reuter

Original Objektive oder Drittanbieter?

Aktualisiert: Juli 4

Als Nikon Z oder Canon R Fotograf stößt man unweigerlich an Grenzen, was die aktuelle Auswahl an Optiken angeht. Greife ich nun auf die fast immer "überteuerten" Original Objektive zurück oder halte ich Ausschau nach günstigen Alternativen? Welche Erfahrungen ich auf diesem gebiet gesammelt habe und was ich empfehlen würde, könnt ihr in diesem Blogbeitrag erfahren. Viel Spaß beim Lesen!


Qualität hat seinen Preis, oder?

Glaubt mir eine Sache. Als Fotograf lege ich nicht nur bei meinem Foto Equipment, sondern auch bei Waren für den privaten Gebrauch auf Qualität. Wie oft oft man sich in einem Jahr irgendwelche Haushaltsgeräte oder andere Dinge, die nach kurzer Zeit ihren Geist aufgeben, oder erst garnicht das erfüllen, was es verspricht. Am Ende gibt man mehr Geld aus, als einem lieb ist. Eine einmalige größere Investition hätte ich für viel Jahre die nötige Ruhe verschafft. So ist es zumindest in den meisten Fällen und spiegelt sich in meiner Erfahrung wieder.


Doch wie sieht es nun bei Objektiven für den Profi Bereich aus? Gibt es hier günstige Schnäppchen zum kleinen Preis? Kann ein 800 € Objektiv genau das, was ein 3000€ Objektiv kann?


Um das vorweg zu nehmen. Ich gehe stark davon aus, dass ein Objektiv, was 3000 € kostet, natürlich viele Dinge besser kann, als das weitaus günstigere. Wer schonmal verschiedene Linsen auf der Kamera hatte, der/die wird feststellen, dass es oftmals erhebliche Unterschiede gibt. Doch die wichtigsten Fragen bleiben für mich folgende....


Was will ich eigentlich mit meinen Fotos erreichen?

" Für was benötige ich die Objektive und was ist mein Ziel? Bin ich ein Profi und brauche ich Qualität bis in den letzten Millimeter? Muss ich meine Bilder in 20 x 20 Meter ausdrucken und an den Kölner Dom hängen, oder brauche ich es doch nur für Instagram?" Und wer sieht überhaupt welchen Unterschied?


Gerade zur letzten Frage möchte ich gerne mehr sagen. In 10 Jahren Fotografie habe ich schon sehr viele Objektive in sehr vielen verschiedenen Szenarien ausprobiert. Ich kann somit behaupten, dass es am Ende nur wenig darauf ankommt, was vorne drauf ist. Meine Wahl fällt jedoch IMMER auf Festbrennweiten anstatt Zoom Objektive, wenn ich mich entscheiden müsste.


Warum Festbrennweiten eine bessere Abbildungsqualität haben, als Zoom Objektive hat verschieden Gründe. Welche Gründe das sind, erspare ich euch an dieser Stelle. Nerd Talk ist super, doch den gibt es in diesem Blog nicht. :-) Die Erfahrung und die Tatsachen müssen hier ausreichen. Wer sich jedoch für die technischen Aspekte interessiert, der/die möge bitte auf YouTube gehen und sich dort erkundigen. Es gibt bestimmt 235678 Videos, die sich mit diesem Thema beschäftigen.


Zu viele Tips verderben den Brei!

Im Netz gibt es wie schon gesagt unzählige Videos und gutgemeinte Tips über Objektive.

Inzwischen findet man wirklich ALLES, was das Fotografen Herz begehrt. Mich persönlich hat es jedoch oft verunsichert, wenn es darum ging, welches Objektiv, von welcher Marke zu mir passt oder "gut ist". Schon immer war ich eher der Typ Fotograf, der lieber aktiv ausprobiert und Fotos schießt, anstatt darüber zu philosophieren, wieviele Glas in deinem Objektiv verbaut ist und wie die Aerodynamik ist, wenn das Objektiv von 2 Metern Entfernung auf den Boden knallt.(Ironie aus)


Bitte nicht falsch verstehen. Natürlich finde ich es klasse und bemerkenswert, wenn sich Fotografen die große Mühe machen und hinter den Vorhang gucken. Der Respekt gebührt daher allen, die sich diese Arbeit machen.


Probieren statt studieren!

Dennoch haben wir heutzutage die Möglichkeit, Objektive und Kamera Equipment auszuleihen und es aktiv auszuprobieren. In jeder großen Stadt gibt es einen Fachhandel, der einem die Möglichkeit gibt auch kostenlos, wenn auch nicht für lange Zeit, ein Objektiv auszuprobieren. Gerade vor Ort kann man somit wunderbar den Unterschied zwischen teuren und günstigeren Linsen sehen....oder auch nicht.


Bis einschließlich heute kann ich sagen, dass mich die "alternativen Modelle" absolut zufrieden stellen und keinen offensichtlichen Unterschied in der Qualität aufzeigen. Gerade mit den heutigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop, ist ein schönes und qualitatives Ergebnis möglich. Wenn ich Geld in etwas investiert habe, dann in mich selbst. Das soll garnicht egoistisch klingen, doch was bringt mir ein teures Objektiv, wenn ich kein Verständnis davon habe, wie Licht funktioniert und wie ich damit on Location arbeiten kann.


Wenn ich nun für den neuen Mercedes Katalog fotografieren soll, dann würde ich mir natürlich auch ein sehr hochwertiges Objektiv......ausleihen. :-) Bis es soweit ist, könnt ihr hier im folgenden ein paar Beispiel Bilder sehen, die allesamt mit Objektiven von Drittanbietern gemacht wurden.




Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und wünsche euch allen viel Spaß beim Fotografieren.


Cheers to you,


Christopher

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